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Ein neues Etikett muss her – Coaching …

7. Februar 2011

… wenn Coaches plötzlich ein Problem mit dem Begriff Coaching bekommen, muss schnell ein neues Etikett her.

Das kennen wir ja schon in Deutschland: Globalisierung ist in. Englische und amerikanische Begriffe sind chick. Ob sie nun in Deutschland die gleiche Bedeutung wie im Ausland haben, ist doch egal. Hauptsache es klingt nicht mehr so langweilig „deutsch“.

Unsere guten alten Außendienstmitarbeiter, Techniker und Vertriebsmitarbeiter heißen heute Sales Consultants, Technical Consultants oder gar Sales Manager, wobei der Sales Manager genauso der gewöhnliche Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, wie an anderer Stelle der Vertriebsleiter seien könnte. Blickt noch jemand durch? Ist auch gar nicht nötig. Hauptsache global, hauptsache ein wenig amerikanisch – eben nicht langweilig deutsch.

Nun ja. Seit einigen Jahren haben wir Coaches. Längst nicht mehr nur im Sport. Der Trend kam, wie sollte es wohl anders sein: aus Amerika.

Aber die Nachfrage nach Coaching ist immens gestiegen, was einfach zeigt, dass ein Bedarf da ist.

Ein Bedarf woran?

Psychologen und Therapeuten haben eine lange Warteliste. Die Menschen können mit den Entwicklungen in diesem Leben nicht mehr Schritt halten und viele werden darüber „krank“.

Aber auch die, die sich noch nicht krank fühlen, stoßen häufig an Grenzen, die sie allein nicht mehr überschreiten können oder wollen. Grenzen, die ihnen in den verschiedensten Bereichen zeigen: Ich muss etwas verändern, damit ich mich gut und im Einklang mit meinem Leben fühlen kann.
Das kann beruflich sein oder schon bei der Berufswahl auftreten, dass kann auch die Work-Life-Balance betreffen und in den privaten Bereich hineinreichen.
Das kann sogar soweit gehen, dass ein Mensch spürt, dass er dringend seine Ernährung umstellen müsste und/oder mehr Sport machen müsste, um seine Gesundheit zu erhalten, es aber allein aufgrund beruflicher Anforderungen nicht mehr schafft.

Ein Coach muss her!

Diese Botschaft haben die Menschen in den letzten Jahren verstanden. Nicht das die Suche nach dem richtigen Coach einfach wäre  und nicht, dass nicht jedem Suchenden auch die Selbstverantwortung auferlegt ist, sich darüber zu informieren, dass der Coach per Ausbildung und Erfahrung das mitbringt, was ihm – dem Suchenden – helfen wird.
Aber es geht ja auch beim Coaching nicht darum, dass ein anderer einem abnimmt, was zu tun ist. Er soll uns helfen den Weg zu finden und uns „trainieren“ diesen Weg zu beschreiten.

  • Neue Führungsrolle?
  • Nach der Scheidung sich selbst und den eigenen Weg wiederfinden?
  • Neben dem anspruchsvollen Job lernen, wie man die Work-Life-Balance wiederfindet und erhält?
  • Studieren oder praktische Ausbildung?

Es gibt tausend solcher Fragen, die uns Menschen bewegen und uns veranlassen bei der Suche nach der Antwort Hilfe von Außen in Anspruch zu nehmen.

Was haben wir in den letzten Jahren gelernt: Ein Coach hilft uns bei der Orientierung und Veränderung. Er lichtet mit uns den Wald, damit wir den Baum wieder sehen.

Jetzt schreibt Frau Svenja Hofert, bekannt als Karriere-Coach und durch zahlreiche Bücher, doch in ihrem Blog:

Wir wollen keine Coachs mehr sein

Liebe Frau Hofert, ich habe Ihr Engagement und Ihre Bücher in den letzten Jahren schätzen gelernt. Aber was ist das jetzt?

So schreibt Frau Hofert in ihrem Blog unter anderem:Die Ablehnung der Bezeichnung  “Coach“ hat nicht nur Image-Gründe. Sie hat auch damit zu tun, dass wir nicht mehr coachen wollen. Jedenfalls nicht so, wie es Coach-Theorie-Papst Rauen auf seiner Website definiert hat.   „Coaching (…) liefert keine direkten Lösungsvorschläge, sondern begleitet den Klienten und regt dabei an, wie eigene Lösungen entwickelt werden können“, schreibt er beispielsweise.“

Ich kann Frau Hofert hier durchaus verstehen. Denn wenn Herr Rauen sich in einem Punkt in den letzten Jahren noch mehr profiliert hat, als rund um den Begriff Coaching (er kann sage und schreibe 14 wichtige Domains zu diesem Thema sein eigen nennen), dann wohl im Punkt Online-Marketing. Suchende werden von den Suchergebnissen, die einem „Christopher Rauen“ Websites präsentieren, mehr oder weniger erschlagen und müssen sich schon Mühe geben, sympathische und neutrale andere Websites zu finden.

An anderer Stelle schreibt Frau Hofert:Zum Image-Problem und dem massenhaften Missbrauch des Wortes, kommt ein dritter Punkt. Auch wenn Coaching richtig definiert und angewendet werden würde, muss ich inzwischen sagen: Ich will kein Coach per definitionem sein. Wenn ich sehe, dass ein Klient in sein „Verderben“ rennt, arbeite ich nicht mit Techniken und Methoden,  bis er selbst darauf kommt. Ich sage es direkt.“

Liebe Frau Hofert: Geben Sie dem Begriff Coaching eine Chance. Niemand verbietet Ihnen an einem wichtigem Punkt einem suchenden Menschen einen direkten Hinweis zu geben. Der Begriff Coaching hatte seine erste Anwendung in unserem „Dunstkreis“ im Sport. Und glauben Sie mir: Ein guter Trainer (Coach) im Sport, sagt seinem Coachee oder seiner Mannschaft – wenn es nötig ist – an der richtigen Stelle seine Meinung.

Ein Coach ist mehr: Er ist der Mensch, dem man sein Vertrauen schenkt. Er ist der Ansprechpartner, wenn man im normalen Umfeld nicht den richtigen Ansprechpartner findet. Er ist der Mensch, der Erfahrung in dem Bereich mitbringt, in dem uns selbst die passende Erfahrung noch fehlt. Er ist der Mensch, der uns hilft Antworten auf unsere Fragen zu finden. Er ist der Mensch, der uns ein wenig antreibt, wenn wir selbst zu träge sind die Veränderung zu veranlassen. Er ist der Mensch der uns hilft mehr zu erreichen, wenn wir meinen es allein nicht zu schaffen.

Er ist der Mensch…!

Der Coach darf und kann auch Berater sein. Aber eben nicht nur Berater. Das hatten wir schon vorher und damit wären wir bei der Theorie. Das theoretische Wissen, welches wir aus der Beratung mitnehmen, versetzt uns längst nicht in die Lage es praktisch auch so anzuwenden, wie es eben zu uns persönlich passt.

Aber genau dafür brauchen wir Coaches!

Liebe Frau Svenja Hofert: „Bleiben Sie Coach! Sie dürfen dabei gern auch beraten. All das suchen die Menschen. Und nicht etwa die Suchmaschinen, wie Sie irrtümlich in ihrem Blogbeitrag schreiben. Denn die Suchmaschinen richten ihr Verhalten immer wieder aufs neue nach den Suchalgorythmen der Menschen aus.
Herr Rauen ist ein Marketing-Fachmann und die Suchmaschinen werden ihm in der kommenden Zeit auch noch auf die Schliche kommen. Denn Suchmaschinen wurden nicht für Marketing-Spezialisten entwickelt, sondern ganz einfach für den Menschen, der sucht und der möchte in der Regel unter den ersten 20 Suchergebnissen nicht 14 Websites aus der gleichen Quelle finden.

Neben der Suche nach Coaching-Angeboten in Suchmaschinen bietet der Coaching-Kompass viele Informationen rund um das Thema Coaching und die direkte Möglichkeit nach einem passenden Coach zu suchen. Die Suche ist intuitiv gestaltet und kann regional, thematisch, alphabetisch oder als Volltextsuche genutzt werden.
Die Profile der hier eingetragenen Coaches haben den gleichen Aufbau und ermöglichen dem Suchenden so einen Vergleich. Auch die Coaching-Honorare sind vielfach angegeben, sodass eine Vorabinformation zu möglichen Kosten bereit steht.

www.coaching-kompass.de

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